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Der VWE. Die Heimat für mein Zuhause.


08.07.2016 12:02 Alter: 1 Jahre

Moderne Messwerte gefährden Versicherungsschutz


"Im Interesse der Hauseigentümer in Niedersachsen dürfen wir nach den Ereignissen Anfang Juni nicht tatenlos wegschauen", meint VWE-Geschäftsführer Tibor Herczeg. Heftige Unwetter im Süden der Republik hatten zuvor bis dahin harmlos scheinende Gewässer über die Ufer treten lassen. Unverhofft verwüsteten sie Keller und Wohnräume, demolierten Häuser und Autos.

Ähnliches droht laut Deutschem Wetterdienst auch im norddeutschen Flachland als Folge des Klimawandels. Das Problem: Noch geben aktuell verwendete Karten nur einen groben Überblick über die Gefährdungslage. Doch schon heute arbeiten die Versicherungen an detaillierten Plänen, die auf Wetterradardaten basieren. Diese sollen helfen, präzise Prognosen zu erheben und Risiken besser einzuschätzen.

Mit gravierenden Folgen für die Hausbesitzer: Für sie wird es zunehmend schwerer, sich ausreichend zu versichern. Denn Assekuranzen sind berechtigt, den Schutz zu verweigern oder überhöhte Prämien zu verlangen, wenn ihnen das Versicherungsrisiko zu hoch erscheint.

Da es zukünftig jeden treffen kann, ist der Verband Wohneigentum Niedersachsen alarmiert. "Unvorhersehbare Wetterereignisse können jederzeit dazu führen, dass Verträge gekündigt oder Häuser in der höchsten Gefahrenklasse eingestuft werden", warnt Herczeg. Exorbitante Versicherungsprämien und Selbstbeteiligungsraten könnten die Folge sein und im Falle eines Schadens Existenzen bedrohen.

Vor diesem Hintergrund begrüßt der  Verband Wohneigentum einen Vorstoß der deutschen Umweltminister. Nach einer Konferenz im Juni schlugen sie  eine bundesweite Pflichtversicherung für Elementarschäden vor. So könne das Schadensrisiko solidarisch auf alle Immobilienbesitzer verteilt werden, ist sich Herczeg sicher. In der Gesamtheit bedeute dies eine Erhöhung der Versicherungssumme von wenigen Euro pro Jahr und Gebäude.