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31.01.2018 15:28 Alter: 196 Tage

BGH-Urteil: Wuchshöhe bei Hanglage


Wie hoch dürfen Pflanzen auf der Grenze wachsen, wenn das Grundstück tiefer liegt als das Nachbargrundstück? Wo wird gemessen - auf dem unteren oder dem oberen Grundstück? Dieser Frage ging kürzlich der Bundesgerichtshof nach. Er kam zu folgendem Urteil:  

"Bei einer Grenzbepflanzung eines Grundstücks, das tiefer liegt als das Nachbargrundstück, ist die nach den nachbarschaftlichen Vorschriften zulässige Pflanzenwuchshöhe von dem höheren Geländeniveau des Nachbargrundstücks aus zu messen. Der Anspruch auf Rückschnitt (gemäß Art.47 Abs.1 BayAGBGB) entsteht erst, wenn die Pflanze unter Hinzurechnung der Differenz zwischen dem Geländeniveau des tiefergelegenen Grundstücks, auf dem sie stehen, und dem des höher gelegenen Grundstücks zulässige Pflanzenwuchshöhe überschritten hat (BGH, Urteil vom 2.Juni 2017, V ZR 230/16).