Auftakt: "Wir alle müssen was tun"

Der Rathaussaal in Sande war Ende November bis auf den letzten Platz belegt. Knapp 50 Besucher verfolgten einen Vortrag von Landesgartenberater Hans-Willi Heitzer über die Gestaltung naturnaher Gärten. Das Treffen bildete den Auftakt der Kampagne "Natur in den Garten" unter der Schirmherrschaft von Umweltminister Olaf Lies, die sich gegen das Artensterben in Niedersachsen richtet (www.naturindengarten.de).

Jeder Gartenbesitzer kann dazu beitragen, bedrohte Arten zu retten, ist Heitzer überzeugt. "Lassen Sie doch einfach mal einen Teil des Rasens stehen und geben Sie den Pflanzen Zeit, Blüten zu entwickeln", so der Appell des Gartenexperten. Um einen pflegeleichten Gartenraum zu gestalten, der eigenen Ansprüchen gerecht wird, gleichzeitig  aber heimischen Insekten und Vögel ausreichend Nahrung und ein Zuhause bietet, macht aus Sicht des VWE-Experten Planung durchaus Sinn. Hier bietet er  fachliche Unterstützung an, damit insektenfreundliche Stauden und Sträucher, wie Wilde Kirsche oder Winterhartriegel, ihren Platz im Garten finden. Anschaulich zeigte Heitzer, wie alte Obstsorten selbst in kleinen Gärten, beispielsweise als Spalierobst platziert und Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse oder Insekten errichtet werden können. Geeignete Vogelnisthilfen hatte der Landesgartenberater zur Anschauung gleich mit dabei.

Heitzer regte an, dass sich Gartenbesitzer in Gruppen organisieren, um sich vor Ort zu treffen, auszutauschen und Gärten zu einem Netzwerk zu verbinden. Mit Blick auf Insekten, Vögel und andere Wildarten, deren Bestand in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch abnahm, richtete der Gartenexperte einen dringenden Appell an seine Zuhörer: „Wir alle müssen etwas tun gegen das Sterben in unseren Gärten". Ein Verlust jeder Art habe negative Folgen für das gesamte System und müsse unbedingt vermieden werden. 

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