Vor dem Ende der Pandemie: "Kreativ die Zukunft meistern"

Die Corona-Pandemie trifft fast alle Vereine in Niedersachsen - auch die Gemeinschaften im Verband Wohneigentum. "Nun schon seit mehr als einem Jahr ist das Vereinsleben fast vollständig zum Erliegen gekommen", stellt Landesvorsitzender Peter Wegner fest. In seiner Funktion als Vorsitzender der Kreisgruppe Lüneburg begleitet er Nachbarschaften, die unter den geltenden Corona-Regeln und den damit verbundenen Auflagen unter hohem Leidensdruck stehen. Betroffen seien besonders Vereine, die in der Öffentlichkeit stehen und wichtige Funktionen im sozialen Umfeld erfüllen.

"Begonnen hat alles im vergangenen Jahr im März", so Wegner. Erste Jahreshauptversammlungen wurden abgesagt. Weitere Treffen, bei denen üblicherweise wichtige Entscheidungen getroffen werden, wurden verschoben.  So konnten Plätze in den ehrenamtlich wirkenden Vorständen nicht neu besetzt werden. Durch gesetzlich verfügte Kontaktbeschränkungen  wurden Aktivitäten in den Gemeinschaften "auf Null gefahren". Gesellige Veranstaltungen fielen aus, beispielsweise Radtouren, Sommerfeste, Laternenfeste im Herbst und Geschenkbasare zu Weihnachten. Der persönliche Austausch blieb dabei auf der Strecke. Auch Gemeinschaften, die üblicherweise Seniorennachmittage, Kartenabende oder Basteltreffen etc. anboten, "wurden zum Nichtstun gezwungen", so Wegner. Zwar etablierten sich auf Landes- und Kreisebene zunehmend Konferenzen per Internet, doch konnten diese den Verlust der persönlichen Kontakte bei Weitem nicht ersetzen. Die Folge: "Am Jahresende verzeichneten viele Gemeinschaften einen Mitgliederschwund", stellt Wegner fest und führt dies u.a. auf fehlende Gelegenheiten zurück, die Leistungen des Verbandes bekannt zu machen und Mitglieder zu werben.  

Doch mit wachsender Zahl geimpfter Mitglieder breitet sich Zuversicht aus.  "Nach dieser langen Zeit hoffen wir alle auf baldige Besserung, um endlich wieder mit anderen Mitgliedern in Kontakt zu treten", so Wegner. Vorsichtig bereiten freiwillige Helfer  erste Veranstaltungen vor. Gemeinsame Radtouren, um mit den Familien etwas zu erleben und die Natur zu erkunden, Versammlungen unter freiem Himmel - immer unter aufmerksamer Beachtung der Abstände und Hygienevorschriften - sind erst der Anfang. 

"Wir alle müssen nun kreativ die Zukunft meistern, damit unsere Vereine und Gemeinschaften nicht sterben", mahnt der Landesvorsitzende. Denn "ein Vereinsleben ist ein besonderes Gut, das geschützt werden muss. Es dient dem sozialen Frieden in der Kommune".

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