Meldungen aus dem Landesverband

"Natur in den Garten": Landesverband startet Kampagne für mehr Artenvielfalt

Noch in diesem Herbst startet der Landesverband die Kampagne "Natur in den Garten" unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Ziel sind vernetzte Lebensräume für gefährdete Pflanzen und Tiere. "Wir wollen etwas tun gegen das Artensterben in unseren Gärten", erklärt Landesgartenberater Hans-Willi Heitzer.

Mit nachhaltig wirkenden Maßnahmen soll Insekten, Vögeln, Fledermäusen, Bodenorganismen etc. (wieder) ein Zuhause gegeben werden. Als Vorbild dient dem Gartenexperten ein erfolgreiches Projekt am Bodensee, das Biotope mit anfänglich sehr kleinen Populationen zu einem großen Netzwerk verknüpft. So entstanden dort weit verzweigte und qualitativ hochwertige Lebensräume.

Interessierte Gartenbesitzer - auch Nichtmitglieder -  können an der Aktion teilnehmen, wenn sie sich zu Gruppen mit jeweils fünf bis sieben Gartenfreunden zusammenschließen. Gemeinsam werden geeignete Maßnahmen abgestimmt. Unterstützt werden sie dabei von einem Expertenteam des Landesverbandes, das die Gruppen inhaltlich und methodisch begleitet und informiert. Auf Wunsch moderieren Helfer des Landesverbandes erste Treffen, geben Starthilfe mit Schulungen, laden ein zu Austauschtreffen oder vernetzen Gruppen mit landesweit agierenden Organisationen.
Geplant sind beispielsweise Maßnahmen, wie

  • Pflanzung von heimischen Gehölzen, die während ihrer Blüte Insekten Nahrung bieten
  • Umwandlung ökologisch minderwertiger Gartenbereiche in insektenfreundliche Staudenbeete
  • Umgestaltung von Rasenflächen zu Blumenwiesen
  • Anlage eines Totholzhaufens oder einer Trockenmauer als Rückzug für Igel und Reptilien
  • Platzierung von Vogel- und Insektennisthilfen
  • Ansiedlung von Fledermauskolonien mit unterschiedlichen Versteckröhren

Um nachhaltig Erfolge zu erzielen, verpflichten sich die Teilnehmer*innen zudem in der Zukunft zum ökologischen Gärtnern. Sie verzichten auf den Einsatz von Torf, auf synthetische Pflanzenschutzmittel sowie mineralische Dünger.

"Im ersten Schritt werden die Lage, die Größe, der Boden klimatische Bedingungen und die Bepflanzung der beteiligten Gärten erfasst", beschreibt Heitzer den Ablauf. Anhand dieser Daten analysierter er die Potentiale und schlägt geeignete Maßnahmen vor, von den jeweils drei und bis fünf umgesetzt werden müssen. Eine davon unterstützt der Verband Wohneigentum mit bis zu 120,- Euro, beispielsweise für Nisthilfen oder insektenfreundliche Stauden.

Abschließend werden die Maßnahmen fotografisch dokumentiert und die Ergebnisse schriftlich festgehalten. Mit einem Fotowettbewerb unter dem Motto „Wir haben neue Nachbarn“ können Gartenfreunde den Erfolg teilen und andere zur Nachahmung motivieren.

Interessiert? Wenden Sie sich an den Ansprechpartner Ihrer Gemeinschaft vor Ort oder direkt an den Landesverband unter Tel.: 0511 8820712 (Hr. Heitzer) oder kontakt@meinVWE.de

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